Das ideale Cockpit für eine Fahrtenyacht

Sicherheit und Komfort stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit hier bei Sirius-Yachts. Wenn es aber um unsere Cockpits geht, dann ist es uns wichtig, dass sie darüber hinaus auch praktisch und funktional sind. Denn ein Cockpit hat viele Nutzen: Aus dem Cockpit heraus werden nicht nur die Segel getrimmt und das Schiff gesteuert - oftmals für längere Zeit am Stück – das Cockpit ist auch der Aufenthaltsort für Steuermann und Crew. Zugleich ist es der einzige Verbindungsweg zwischen Heck und Salon, durch den die Crew unter Deck gelangt, und der Ort, an dem ein Großteil aller Ausrüstung verstaut wird - ganz gleich, ob Sie nun in Küstengewässern segeln oder über einen Ozean.

In einem früheren Artikel haben wir über die Vor- und Nachteile von Yachten mit Achtercockpit und Mittelcockpit geschrieben. Wer ihn nicht gelesen hat: Wir bevorzugen ein Achtercockpit. Um unsere Überzeugung kurz zusammenzufassen: Die Hecks unserer Rümpfe sind achtern etwas schmaler und flacher gehalten als bei anderen Yachten, sodass auch unsere Cockpits tiefer und etwas dichter an der Schiffsmittellinie liegen können. Dadurch sind im Cockpit geringere Schiffsbewegungen zu spüren, was den Aufenthalt dort angenehmer macht. Auf vielen anderen Yachten mit Achtercockpits liegt die Eignerkabine unter dem Cockpit. Weil dies jedoch bei Sirius-Yachts dank der cleveren Positionierung der Mittelkabine nicht der Fall ist, kann das Cockpit bei uns auch deutlich tiefer positioniert sein, denn der Raum darunter wird lediglich für Gästekojen und als Technik- bzw. Stauraum genutzt.

Warum unsere Cockpits so sicher, praktisch und komfortabel sind

Our cockpit are designed to be safe, not wide and open
Unsere Cockpits wurden entworfen, um sich darin auch bei Schräglage und schwerem Wetter komfortabel und sicher aufzuhalten

In diesem Artikel erklären wir, wie Komfort und Ergonomie, Sicherheit und eine Vielzahl von möglichen Ausstattungsoptionen das Design unserer Cockpits beeinflusst haben. Falls die große Auswahl an Möglichkeiten - und die jeweiligen Konsequenzen Ihrer Entscheidungen - auf den ersten Blick etwas überwältigend wirken: Wir stehen Ihnen selbstverständlich gern zur Seite, um Sie bei jedem einzelnen Schritt zu beraten. Seit mehr als 50 Jahren bauen wir Segelyachten für Eigner wie Sie und es ist völlig normal, dass Sie sich in Anbetracht der vielen Optionen unschlüssig sind, welche Lösung für Sie die beste Wahl ist. Wir freuen uns darauf, jede Option im Detail mit Ihnen zu besprechen und Ihnen zu zeigen, wie eine bestimmte Wahl Ihre Yacht verändert.

Die richtige Größe eines Fahrtencockpits

Auf einer Sirius gibt es in Wirklichkeit zwei Cockpits, doch wir nennen wir das vordere davon den „Salon“. Er erfüllt in gewisser Weise die gleichen Zwecke wie ein Cockpit draußen, nur dass der Deckssalon etwas komfortabler ist und sogar beheizt oder gekühlt werden kann. Sie können von dort aus auch steuern. Die Sitzbänke sind gepolstert und Sie besitzen einen 360-Grad Rundumblick, der den normaler Cockpits schlägt. Wenn es nötig ist die Segel zu trimmen, dann sind Sie nur ein bis zwei Schritte von allen Leinen oder Schoten entfernt.

Das Außencockpit einer Sirius ist vielleicht nicht so breit wie auf vielen anderen modernen Yachten gleicher Größe, aber das hat gute Gründe: Anders als bei sportlichen Yachten sind unsere Cockpits nicht breit und offen gestaltet, um Regattacrews maximale Bewegungsfreiheit zu geben, sondern entworfen, um sich dort auch bei Schräglage und schwerem Wetter komfortabel und sicher aufzuhalten. Sie brauchen nicht die Arme eines Gibbons, um sich von einem Handlauf zum nächsten zu hangeln, sondern können sich in unserem tiefen Cockpit jederzeit sicher bewegen. Die breiten und ergonomisch geformten Duchten (Sitzbänke) auf der 35 DS sind jeweils zwei Meter lang, auf der 40 DS sogar 2,40 Meter. Die Person am Steuer hat alle entscheidenden Bedienelemente in direkter Reichweite und kann auch die Genuawinschen vom Rad aus bedienen. Alle anderen Leinen sind in das Cockpit umgelenkt. Mit einem Knopfdruck ist der Autopilot aktiviert und mit einem Schritt sind alle Fallen und Strecker in Griffweite.

Bequem und sicher am Steuerrad

Helm perfectly positioned at the back of the boat
Beim An- oder Ablegen ist die Steuerposition im Heck der Yacht ausgezeichnet

Alle unsere Yachten sind so konzipiert, dass sie auch leicht einhand gesegelt werden können. Wenn Sie mit Ihrem Partner oder Ihrer Familie unterwegs sind, dann wird es immer wieder Situationen geben, in denen Sie allein an Deck sind. Auf unseren Yachten ist zwar die Kommunikation mit der Crew im Salon jederzeit möglich - aber wenn Ihr Partner gerade Freiwache hat und es nur darum geht die Segel neu zu trimmen oder am Kartentisch die Navigation zu überprüfen, dann möchte man ihn nicht stören. Daher empfehlen wir jedem Eigner einen Autopiloten zu wählen. Natürlich lässt sich jede Yacht auch ohne segeln - aber gerade mit kleiner Crew wird das Leben damit deutlich einfacher.

Die Cockpits der meisten Yachten sind für Menschen mit einer durchschnittlichen Körpergröße dimensioniert. Für kleinere Menschen ist der Blick nach vorn durch eine Sprayhood deshalb häufig eingeschränkt. Doch auf unseren Yachten mit einer Deckshaus-Höhe von 1,40 und 1,45 Metern ist der freie Blick nach vorn immer gegeben. Zusätzlich haben wir hinter dem Steuerrad ein kleines Podest montiert, das bei Hafenmanövern eine erhöhte Sichtposition ermöglicht und beim Segeln und bei Krängung zum Abstützen dient.

Beim An- oder Ablegen ist die Steuerposition im Heck der Yacht ausgezeichnet, um die Festmacherklampen in Griffweite zu haben, Leinen anzunehmen, an Land zu werfen oder selbst von Bord zu springen. Vor allem sieht man von hier aus direkt, wie dicht man mit dem Heck dem Steg kommt. Das ist bei einem Mittelcockpit sehr viel schwieriger einzuschätzen.

Wir bieten zwei verschiedene Arten von Motorsteuersystemen an: Die beliebteste Option ist ein Modell von Spinlock, bei dem als Gashebel eine Winschkurbel genutzt wird. Beim Segeln kann die Kurbel dann einfach entfernt werden, damit sich keine Leinen daran verfangen. Alternativ kann auch ein kleiner, etwa 20 cm langer Gashebel von Spinlock genutzt werden. Dadurch ist es uns möglich die Schaltung so hoch anzubringen, dass sie besonders einfach zu bedienen ist. Intuitiv, ohne sich bücken, darauf schauen oder um das Rad herumgreifen zu müssen. Ist der Gashebel beim Segeln oder im Hafen entfernt, dann kann die Sitzbank auch ohne Einschränkungen genutzt werden. Die zweite Lösung besteht darin einen konventionellen Gashebel an der Steuersäule zu haben. Dieser kann entweder seitlich oder auf dem Pult montiert sein, mit einem Bowdenzug oder einer elektronischen Steuerung.

Bequemes Sitzen im Cockpit

High coamings offer excellent protection
Ein hohes Süll bietet sehr guten Schutz vor Wind und Wetter, stützt die Lendenwirbel und ist bequem

Beim Segeln ist man fast ständig in Bewegung: Nicht nur, wenn man die Schoten trimmt oder das Schiff steuert, sondern auch dann, wenn man nur auf der Ducht sitzt und die Schiffsbewegungen ausgleicht. Die Sitzflächen einer Yacht müssen deshalb mehrere Kriterien erfüllen. In erster Linie soll man natürlich bequem darauf sitzen und Wasser muss gut ablaufen können. Darüber hinaus müssen die Bänke aber auch jederzeit guten Halt bieten, wenn die Yacht Lage macht. Egal ob sie trocken oder nass sind, ob man darauf kniet oder steht.

GFK ist ein perfektes Material um daraus ergonomisch geformte Rückenlehen und Sitzbänke herzustellen, vor allem im Vergleich zu Plattenwerkstoffen wie Aluminium oder Stahl. Um blaue Flecken zu vermeiden sind in unseren Cockpits alle Kanten abgerundet und selbst in den Tropen wird GFK nicht übermäßig heiß. Dazu belegen wir die Sitz- und Laufflächen mit dem synthetischen Decksbelag Flexiteek, um die Oberflächen noch komfortabler und hochwertiger zu machen und Ihnen einen besseren Halt zu geben.

Die Sitzflächen auf unseren Yachten sind nach neusten ergonomischen Erkenntnissen geformt und steigen nach innen, zum Ende der Sitzfläche hin, leicht an. Diese Kontur gibt Ihnen auch bei Krängung mehr Sitzkomfort, indem die Sitzfläche die Beine voll unterstützt und nicht in den Kniekehlen scheuert. Die Rückenlehnen des Sülls sind hoch und der obere Teil ist nach außen gewinkelt. Diese hohen Sülls bieten sehr guten Schutz vor Wind und Wetter, stützen die Lendenwirbel und sind bequem, egal auf welcher Seite Sie sitzen oder auf welchem Bug das Schiff gerade segelt.

Die Winschen montieren wir außen am Süll. Würden wir die Winschen hingegen oben aufschrauben, dann säßen sie zu hoch, um beim Sitzen auf der Bank bequem daran arbeiten zu können. Wenn Sie im Stehen kurbeln möchten, wie ein ambitionierter Regattasegler, dann können Sie das aber natürlich auch. An der Außenkante des Sülls sind die Winschen außerdem sicherer positioniert und weniger verlockend für neugierige Kinderfinger.

Nicht nur unsere Sitzplätze im Cockpit sind bequem und geschützt – auf Wunsch erweitern wir die Sitzmöglichkeiten gern noch um zwei zusätzliche Sitze im Heckkorb. Ein idealer Platz für den Sundowner oder für weniger erfahrene Crew, um bei Manövern aus dem Weg zu gehen.

Gerundete Oberflächen, überall

The forward of the cockpit is rounded for comfort
Auch die vorderen Enden des Cockpits sind ergonomisch geformt und besitzen abgerundete Kanten, an denen es sich bequem lehnen lässt

Wenn Sie sich an Bord bewegen, scheinen es die Bewegungen des Bootes manchmal auf Sie abgesehen zu haben und Sie stoßen gegen Ecken oder stolpern in andere Personen. Aus diesem Grund gibt es auf unseren Booten keine scharfen Ecken, weder im Cockpit noch sonstwo. Denn wenn es an Bord rechtwinklige Ecken gibt, dann findet man sie für gewöhnlich gleich beim ersten etwas raueren Wetter.

Auch die vorderen und hinteren Enden des Cockpits sind ergonomisch geformt und besitzen abgerundete Kanten, an denen es sich nicht nur bequem sitzen lässt, sondern an denen man auch ganz entspannt die Füße hochlegen kann. Doch das ist nicht der einzige Grund: Abgerundete Ecken mit einem großen Radius sind sehr viel besser und einfacher in hochwertiger Qualität zu laminieren. Das gibt uns mehr Zeit, um uns auf die entscheidenden Details beim Laminieren zu konzentrieren. Zum Beispiel darauf dass dort, wo enge Radien nicht vermeidbar sind, keine Luftblasen zwischen dem Gelcoat und den darunter liegenden Matten entstehen. Gelcoat, unter dem sich solche Lufteinschlüsse befinden, würde später sehr leicht beschädigt werden.

Ausgezeichneter Halt im Cockpit

Ein hohes Cockpitsüll ist bequem und gibt mehr Schutz vor den Elementen, aber es erhöht auch maßgeblich die Sicherheit auf See. Je höher das Süll, desto sicherer kann man sich dagegen abstützen oder anlehnen, um einen festen Halt zu haben.

Auch wenn die Yacht stark krängt, finden Sie auf unseren Cockpitduchten guten Halt. Dabei helfen unsere geformten Sitzflächen. In unserer Sirius 35 DS haben wir die Edelstahlstützen des Cockpittischs verlängert, damit sich Segler- oder Seglerinnen jeder Körpergröße gut daran abstützen können. Wenn Sie sich für eine Pinnensteuerung entscheiden, verlängern wir stattdessen die Verstärkung für die Großschot auf dem Boden und erreichen damit den gleichen Effekt. Auf unserer 40 DS haben wir angewinkelte Fußstützen auf dem Cockpitboden, auf denen im vorderen Bereich der Cockpittisch montiert ist, der zusätzlichen Halt und diverse Abstützungsmöglichkeiten bietet. Unter dem Tisch wird auch die Rettungsinsel gestaut, die dort immer einsatzbereit und in Sicht ist.

Auf dem Weg vom oder zum Eingang des Deckssalons befinden sich mehrere Handläufe, an denen man sich gut gesichert entlang hangeln kann. Sie befinden sich direkt innerhalb der Tür zum Cockpit, sowie auf dem Großschot- und Plotterkastenbügel vor dem Rad (bei der 40 DS oder falls Sie auf der 35 DS eine Radsteuerung gewählt haben). Auch die Achterkante vom Dach des Deckssalons bietet gute Haltemöglichkeiten, ähnlich wie die Sprayhood auf konventionellen Yachten, aber fester und zuverlässiger.

Optionen für die Steuerung

The wheel allows you to sit out on the coamings or stand on the seats
Mit einem zur Seite geschwenkten Rad ist es dem Steuermann bequem möglich vom Süll aus und mit freiem Blick auf die Segel zu steuern

Alle unsere Yachten sind mit Radsteuerung erhältlich. Sollten bei der Sirius 35 DS eine Pinne bevorzugen, ist das natürlich auch möglich. Grundsätzlich könnten Sie sogar beides haben: Einen Innensteuerstand mit einem Steuerrad und eine Pinnensteuerung im Cockpit.

In unseren Videos haben wir viel über unsere innovative und schwenkbare Radsteuerung gesprochen und sie Ihnen vorgeführt. Es ist die clevere und zuverlässige Lösung für alle, die sich die Vielseitigkeit und die seitliche Steueroptionen eines großen Rades wünschen, aber nur den Platz für ein kleines Rad opfern möchten. Ein schwenkbares Rad von 80 Zentimetern Durchmesser kann sehr effektiv ein festes Rad von 2,5 Metern Durchmesser ersetzen. Das System arbeitet seit Jahren extrem zuverlässig und wurde von dem führenden Hersteller von Steuersystemen, Jefa Steering, entwickelt. Bei diesem System ist das Rad an einer Säule montiert, die sich zu beiden Seiten schwenken und in drei Positionen fixieren lässt: Nach Backbord geneigt, nach Steuerbord geneigt oder mittschiffs. Ein Fußpedal entriegelt den Kippmechanismus und man das Rad in eine dieser drei Positionen bewegen, an denen es mit einem beruhigenden Klacken einrastet. Mit einem zur Seite geschwenkten Rad ist es dem Steuermann bequem möglich vom Süll aus und mit freiem Blick auf die Segel zu steuern. Egal, wie Sie am liebsten Steuern - im Stehen, in Luv, in Lee – Sie werden immer die optimale Position finden und kleinen Bewegungen am Rad Ihre Yacht zum Ziel dirigieren. Im Hafen lässt sich das Rad dann einfach zur Seite und aus dem Weg klappen, um einen freien Weg zwischen Badeplattform und Salon zu haben. Wenn jemand Sie beim Steuern ablösen oder Ihnen Gesellschaft leisten möchte, muss sich diese Person nicht erst an einem riesigen Rad vorbeischlängeln oder über die Bänke steigen. Vor der beweglichen Steuersäule montieren wir eine feste Edelstahlkonstruktion zum Abstützen mit den Füßen, für die Instrumente und die Großschot.

Falls eine schwenkbare Radsteuerung aber nicht nach Ihrem Geschmack sein sollte, bieten wir auch ein festes oder gar ein faltbares Rad an. Das faltbare Rad von Lewmar kann im Hafen an den Seiten nach innen gefaltet werden, um den Durchgang im Cockpit zu erleichtern.

Mit Leichtigkeit durchs Cockpit

Safely walk straight from the transom, to the cockpit, to the saloon
Auf einer Sirius können Sie einfach und sicher vom Heck durch das Cockpit bis in die Pantry laufen, während Sie Ihre Taschen mit Einkäufen oder Ausrüstung tragen

Je tiefer das Cockpit angeordnet ist, desto weniger Schiffsbewegungen sind darin zu spüren. Ein tiefes Cockpit besitzt aber auch noch weitere Vorteile: Wenn es sich auf gleicher Höhe wie der Salon befindet, wird das Leben an Bord viel bequemer - und zwar nicht nur beim Segeln! Jedes Mal, wenn Sie das Boot vom Steg oder vom Beiboot aus betreten, bewegen Sie sich auf einer Ebene. Sie müssen nicht über eine Reling klettern und nicht über schmale Seitendecks balancieren, zwischen Schoten, Schienen und Genuaschlitten hindurch. Sie müssen keine Taschen über die Seitendecks und ins Cockpit heben und sie dann einzeln über die steilen Stufen des Niedergangs hinunter in den Salon tragen. Auf einer Sirius können Sie einfach und sicher vom Heck durch das Cockpit bis in den Salon und weiter in die Pantry laufen, während Sie Ihre Taschen mit Einkäufen oder Ausrüstung tragen. Auf anderen Yachten kann es hingegen sogar nötig sein, dass jemand in der Pantry Ihnen die Taschen abnimmt. Wenn Sie allein an Bord sind, laufen Sie die Treppe zum Niedergang immer wieder hoch und runter. Auf einer Sirius hingegen liegt der ganze Lebensraum auf einer Ebene.

Eine Große Auswahl an Cockpittischen

Ob Sie nun einen abnehmbaren Tisch haben möchten, der sich aus dem Weg drehen lässt, einen Klapptisch, der im Handumdrehen einsatzbereit ist, einen Tisch, der an der Steuersäule befestigt wird, oder aber einen fest eingebauten Tisch mit Stauraum im Inneren - wir haben viele verschiedene Optionen entwickelt.

Vielleicht möchten Sie auch gar keinen Tisch im Cockpit haben? Oder speziell einen, der genau Ihren Anforderungen entspricht? Ein Modell für opulente Dinner - oder lediglich ein geselliges Getränk? Oder vorwiegend für die Nutzung als Stauraum. Wie immer haben Sie die Wahl.

Auf unserer 40 DS liefern wir als Standard einen soliden Tisch mit integriertem Stauraum. Er ist am Cockpitboden auf einer Fußstütze aus GFK befestigt, an der ein paar weitere Fußstützen aus Edelstahl befestigt sind, damit sich alle Crewmitglieder beim Segeln gut daran abstützen können. Der Tisch selber kann individuell gestaltet werden, mit kleineren oder größeren Klappen, kürzeren oder längeren Füßen und natürlich auch mit Handläufen.

Auf der Sirius 35 DS werden oft die “Zwei-in-Eins” Cockpittische gewählt. Der erste Tisch ist Teil der Steuersäule und seine Schlingerleiste ist zugleich ein Handlauf. Er ist ideal, um unterwegs kleinere Gegenstände zu lagern. Der viel größere, zweite Tisch ist in einer speziell angefertigten Halterung in der Backskiste an Steuerbord untergebracht, rastet ganz clever auf dem kleineren Tisch ein und lässt sich durchs Ausklappen noch verbreitern, um auch einer großen Crew eine gemütlichen Essen im Freien zu ermöglichen.

Keine Sprayhood nötig

Weil unser Cockpit sehr tief und das Deckshaus hoch ist, brauchen wir keine Sprayhood. Viele Leute stellen immer wieder die Frage, wie man denn zugleich geschützt sein und trotzdem sehen kann, wohin man segelt. Die Antwort ist, dass - sofern die Sprayhood nicht eine feste Glasscheibe besitzt - der Blick durch zwei Glasfronten und den Salon immer klarer ist als durch alte Vinylfolien, die häufig zerkratzt, von der Sonne beschädigt oder einfach blind sind. Der Überhang über den vorderen Salonfenstern hält die Gischt davon ab, vom Vorschiff über den Deckssalon und bis zu Ihnen ins Cockpit zu wehen.

Eine Tür zum Deckssalon – keine Steckschotten

Companionway door
Im Gegensatz zu Steckschotten, die herausgenommen und irgendwo verstaut werden müssen, bleibt die Tür ständig angeschlagen und einsatzbereit

Statt durch einen Niedergang mit Steckschotten führt auf unseren Sirius-Yachten eine Tür in den Deckssalon. Auch diese ist – genau wie unsere Rumpffenster - aus schusssicherem, ballistischem Polycarbonat gefertigt und besitzt rundherum eine Gummidichtung, die das Wasser draußen hält. Im Gegensatz zu Steckschotten, die herausgenommen und irgendwo verstaut werden müssen, bleibt die Tür ständig angeschlagen und einsatzbereit. Wenn es zu regnen beginnt oder sich das Wetter verschlechtert, lässt sie sich kurzerhand schließen, ohne dass erst Steckschotten aus der Backskiste gekramt werden müssen.

In einigen Online-Kommentaren wurde die Frage gestellt, was passieren würde, wenn das Boot kentert. Viele unserer Yachten haben Ozeane überquert und einige sind sogar um die Welt gesegelt, doch wir haben noch nie von einer Kenterung gehört. Im Gegensatz zu Yachten mit breiteren Rümpfen, niedrigen Aufbauten und breiten, flachen Decks, die über Kopf stabil liegen bleiben können, hat eine Sirius dank des Auftriebs im Decksalon nicht nur einen viel höheren Kenterwinkel, sondern bleibt auch über Kopf völlig instabil. Die Yacht richtet sich sofort wieder auf. Wenn Sie über Ozeane segeln möchten, können wir aber zusätzlich dafür sorgen, dass alle Bereiche an Bord, einschließlich der Stauräume unter den Bodenbrettern, bei Bedarf gesichert werden.

Wenn wir schon einmal über Dinge sprechen, von denen wir hoffen, dass sie niemals passieren: Sollte einmal eine See ins Cockpit einsteigen, besitzt die Tür eine effektive Dichtung. Da der Fußraum des Cockpits nicht sehr groß ist, hält es nicht viel Wasser, welches durch die übergroßen Lenzrohre und die Öffnungen rund um die Tür zur Badeplattform sehr schnell wieder abfließt.

Positionierung der Großschot

Mainsheet attached to an arch over the cockpit
Die Großschot wird bei diesem Boot an einem massiven Bügel über dem Cockpit gefahren

Die Großschot einer Sirius kann an einer von vier verschiedenen Stellen an Bord angeschlagen werden. Die häufigste Wahl ist ein Auge oben an der Steuersäule, direkt vor dem Rad und in Griffweite der steuernden Person. Dafür benutzen wir einen zehn-Millimeter-Bolzen, an ein stabiles Rohr geschweißt, welches wiederum an einem Rahmen unter dem Cockpit befestigt ist. Viele Kritiker im Internet vergessen, dass der Stift im Schäkel des Schotblocks von den Herstellern meist nur fünf bis sechs Millimeter stark ausgeführt ist und früher brechen wird, als diese Schotbefestigung. Natürlich ist die Schotführung an der Steuersäule nicht für jeden Eigner ideal. Falls Sie beispielsweise eine Pinnensteuerung wählen, besitzen Sie gar keine Steuersäule - dann wird die Großschot an einem Beschlag am Cockpitboden befestigt.

Einige Segler finden, dass eine Großschot im Cockpit eine Gefahr darstellt und außerdem die Montage eines effektiven, das Cockpit überspannenden Biminis behindert. Nun könnte man zwar die Steuerposition durch ein kleines Bimini achtern vor Sonne schützen, aber falls Sie über längere Zeit in den Tropen segeln wollen, könnten Sie die Schot auch komplett aus dem Cockpit verbannen. Stattdessen schlagen wir dann die Schot an einem massiven Bügel über dem Cockpit an, wo sie die steuernde Person immer noch im Griff hat, weil sie dann an einer Seite des Bügels nach unten geführt wird. Die andere Variante wäre ein Targa-ähnlicher Bügel auf dem Salondach, genau über dem Schiebeluk. Auch von hier aus kann die Schot in das Cockpit umgeleitet und über eine elektrische Winsch gefahren werden, die in beide Richtungen dreht und die von der steuernden Person sowohl zum Dichtholen als auch zum Fieren problemlos per Knopfdruck bedient werden kann. Sollten Sie sich nicht sicher sein, welche Art der Großschotführung für Sie die Beste ist, sprechen Sie gern mit uns darüber.

Stauraum, Stauraum, überall

Hull-depth cockpit lockers
Unsere Backskisten reichen über die volle Tiefe des Rumpfes. Je nach gewähltem Innenlayout befindet sich eine Backskiste an Backbord und eine zweite an Steuerbord

Wo auch immer Sie im Cockpit etwas verstauen müssen, es gibt einen geeigneten Platz dafür. Am vorderen Ende des Cockpits befinden sich Staufächer für die Leinen, die auf dem Salondach nach achtern geführt sind. Es gibt Schwalbennester für die Genuaschoten neben den Winschen, wo Sie auch kleinere Dinge wie Winschkurbeln, Sonnencremes, Kameras oder Telefone sicher unterbringen können. Am Heck befindet sich ein Stauraum für die Rettungsinsel, die dort sofort einsatzbereit ist, ohne eine Leine zu lösen. Auf der 35 DS gibt es einen Extra-Stauraum für die Rettungsinsel unter dem Steuersitz und auf der 40 DS wird sie unterhalb des Cockpittisches verstaut.

Unsere Backskisten reichen über die volle Tiefe des Rumpfes. Je nach gewähltem Innenlayout befindet sich eine Backskiste an Backbord und eine zweite an Steuerbord. Diese Backskisten sind nicht nur tief, wir bauen sogar noch zusätzlich Regale mit speziell passenden, herausziehbaren Boxen ein und montieren Haken für Leinen und Landstromkabel, um diesen Platz bestmöglich lagern zu können. Auf Wunsch können wir hier auch Halterungen für Außenbordmotoren oder spezielle Staufächer für Werkzeug oder Ersatzteile montieren oder aber eine Backskiste unterteilen, um die individuellen Wünsche der Kunden bestmöglich zu erfüllen. Wenn Ihre Großschot an der Steuersäule angeschlagen ist, dann können Sie diese bei festgelaschtem Baum nutzen, um schwere Dinge wie einen Außenborder oder ein Beiboot aus der Backskiste zu heben.

Wie Sie vermutlich schon an der Länge dieses Artikels erkennen können, gibt es eine Vielzahl von durchdachten Lösungen in unseren Cockpits, die nicht gleich auf den ersten Blick offensichtlich sind. Viele dieser Details werden Sie auf anderen Yachten nicht finden – sondern nur auf einer Sirius.